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Ein fast vergessener Brauch


 
Der Brauch, die Pferdeplazenta in Bäume des Hofes aufzuhängen, wurde im norddeutschen Siedlungsraum bis Ostpreußen nachgewiesen. Auch in Skandinavien und Finnland ist er geübt worden. Mit dieser Geste wollte man böse Dämonen verscheuchen. Gute Geister sollten dagegen zur Erhaltung der Fruchtbarkeit der Mutterstute und zur "Segnung" der Fohlenentwicklung herbeigerufen werden.
Über den eigentlichen Sinn und die Herkunft dieses Ritus war man sich auch in unserer engeren Heimat nicht klar, selbst, wenn man zuweilen auf Befragen die Antwort bekam: " da is de Wood"". Man muß annnehmen, daß die Worte Wood, Woo, Wodan, Wande und ähnlich klingende Namen einen Hinweis auf den germanischen Gott Wotan geben., dem das Pferd geweiht war und dem man Pferdeopfer brachte. Demnach wäre im dem "Darbringen " der Planzenta in der Eiche die Überreste eines Opfers für Wotan zu sehen. [28]
Die Eiche ist eher ein den Slawen zuzuordnender Baum, bei den Germanen ist es die Linde...
Mehr zu diesem Brauch findet sich in diesem Artikel [427 KB].