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Fränkischer Adel

Karolingischer Panzerreiter

Die Abgrenzung zwischen fränkischer, sächsischer, dänischer und slavischer Zugehörigkeit ist fließend und auch nicht zwingend erforderlich, da durch Beute, Transfer und Siedlungsverschiebungen auch die Vermischung von Ausrüstungs- und Bekleidungselementen wahrscheinlich war.
Wichtiger ist die Zugehörigkeit zu einer der "Stände", um den Status, was Vermögen und Rechte angeht, plausibel darstellen zu können.

Es gab eine weitere Schicht von Vornehmen, die unter der herrschenden Schicht
stand und nicht so vornehm war wie der oben behandelte sächsische Adel, nämlich einen fränkischen Stand zwischen Nobiles und Liberi der Lex Saxonum. Der zweite „sächsische“ Stand bestehe tatsächlich aus fränkische Krieger, die in Sachsen ansässig wurden und die dort lebende Bevölkerung durchsetzten. Hagemann meint, „der Umstand, daß einige alten Schriftsteller (z.B. Vita Lebuini und Nithard) drei und die anderenvier Stände der Sachsen (inkl. servi) zählen, erklärt sich einfach daraus, daß die einen die freien Franken nicht als Sachsen betrachteten, während die anderen sie als innerhalb des sächsischen Volkes lebend zu diesem rechneten.” Auch die Bezeichnung nobiliores für die Adeligen in cap. 5 des Capitulare Saxonicum ist ein wichtiges Indiz für seine These.