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Lütjenburger Aufbruch

Einige der stimmunsgvollsten Bilder hat Ulf von den svatar vargar gemacht und uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt. Seine sehenswerte Sammlung findet Ihr unter diesem link.
Ask und Embla erzählen hier über ihren Marktrundgang...



eine zweite reyze to der Burg

die Anreyse mit Weib und Getier über die Dörfer dauerte eine Weyle, dann erblickten wir in der Ferne die Zinnen der Burg. Trockenen Fußes und Hauptes ging der Aufbau zu zweyt geschmeydig von der Hand, so daß wir vor dem Einbruch des Zwielichtes ihn geschafft hatten und geschafft waren. Der folgende Tag ward genutzet, die Nachbarschaft zu erkunden und meiner Angetrauten die Gepflogenheiten des Lager bekannt zu machen. Einem Geschenk der Götter gleich erhielten wir viel der leckersten Speise von Nadja, Ulf's Weib aus der Sippe der Svarta Vagar. Es geht das wohlriechende Gerücht, Nadja koche immer dergleichen viel und lecker, um großherzig die Speise verteilen zu können. Probiert es - es loooohnt sich!!!
Ein christlicher Ritter und Feldscher aus dem angrenzenden Lager der Survivants d'Acre besaß die Güte mir die Zahnstrümpfe zu richten, nachdem er mir den letzten Zahn im Verlaufe eines Kreuzzügleins dankenswerterweyse ausschlagen hatte.
Am Sonnentag erschien die Sippe der Eulen verkleidet als Unverkleidete, um uns in unserer Zweisamkeit zu überfallen - zu sechst verrann die Zeyt wie im Fluge mit Feilschen, wohlfeilem Gerede und Genuß von Diesem und Jenem.

Gegen des Tages Ende geriet zwischen kreuzzügenden und kreuzsuchenden Templern eine Herde Schafe in unser kleines Lager. An einem unserer hölzernen Stecken blieb eines der Schäflein stecken und bat um wohlwollende Aufnahme in unsere Familie. Leichten Herzens sagten wir zu, nicht wissend, daß Wildhild, das Wikingerschaf, als Haupteigenschaft das Sabbeln in endloser Form meinte erfunden zu haben. Nun ja, da kinderlieb und hübsch anzuschauen, darf es vorerst bleiben - wenn es denn seinem Glauben an die Seelenwanderung und die Gleichberechtigung von Eulen und Schafen abschwört. Daß Wildhild in Ihrem nächsten Leben Jarl des Eulenvolkes werden will, bedarf ebenfalls der Korrektur durch erzieherische Maßnahmen und den Hinweis auf ein mögliches nächstes kurzes Leben als Lammbraten...
Da die große Eule (so ward der hochwohlgeborene Jarl des Eulenvolkes) von Ulf gerufen, mit starker Hand sich des Abbaues bemächtigte waren wir im Nu abreisebereit, befestigten Wildhild zur Rückreyze vor unserem Gefährt und zuckelten langsam der Heimat entgegen.
Weit nach der Sonne Untergang konnten wir unseren heimatlichen Hof wieder betreten, ein wenig Staub von den müden Gliedern schütteln und uns zur Ruhe begeben, die hoffentlich nicht ewig währt, sondern uns nach des Frühlings nächstem Besuch wieder ins Land der Waagrier führt.
Denn herzlich aufgenommen fühlten wir uns trotz herbstlicher Kühle und friedlich ging es an der Burg zu, trotz schön anzusehender Rangeleyen.

Malgosia + Finn

Lütjenburger Aufbruch