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Lütjenburg 2010

 

Unser erstes Lager...
Mhmm, das erste Mal im Ausland, die Anreise über Land mit vollem Packesel hat gut geklappt - hier haben sich die jaaaahrelangen Reisevorbereitungen gelohnt. Der Aufbau inmitten der unbekannten Wildniss ging auch zügig von der Hand. Also alles im Lot?
Mitnichten!
Die ursprünglich lagern wollenden Westfalai steckten in irgendwelchen Machenschaften fest und, oh Schreck, mein Weib ward bettlägerig geworden. Ich litt zwar auch an der Reysekrankheit, glaubte jedoch nicht an mein baldiges Abbleben. Nun saß ich, Finn, seines Zeichens Groß-Organisator, dort in der Fremde alleine und hatte nichts mehr zu organisieren. Was blieb mir zu tun?

Na gut, es waren ja genug nette Reysende, welche mitlagerten. Die schienen allerdings alles schon recht ausgelastet. Also früh ins Bett, schlecht geschlafen und siehe da, am nächsten Morgen ging die Sonne auf. Damit war nicht zu rechnen gewesen - auch tauchten in Schüben einzelne Westfalai auf und verhinderten so, daß ich in meiner vermeintlichen Einsamkeit vor mich hinschmurgeln konnte.
Zur Nacht sattelte ich mein schnellstes Pferd und verbrachte die Nacht bei meinem Weibe (verzeiht, aber es ging nicht anders), denn am nächsten Morgen, an den schon zu glauben begonnen hatte, gewann ich Land und war hurtig vor dem ersten Schmausen wieder an der Burg.

Der Sonnentag gewann durch's Wetter und die freundlichen Besucher immer mehr, vermutlich nennt man das, was ich empfand "eingelebt haben".
Jetzt hätte ich länger bleiben wolle, was ja auch geplant gewesen war. Nur lösten die meisten Sippen und fahrenden Händler ihre Plätze ob eines herannahenden Sturmes auf und das machte auch Sinn, blieb so doch das ganze Gebamsel trocken und konnte dergestalt in die Heimat verbracht werden.

Summa summarum: Lager und Stimmung schön, Technik hat funktioniert, aber bitte nicht mehr vereinsamt lagern.
Finn